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Unterstützung für ein Urgestein

Wesentlicher Bestandteil professioneller Arbeit im komplexen Umfeld ist ein regelmäßiger Blick auf das bisher Gelernte und die bisherigen Erfahrungen. Früher waren das „Lessons learned“ zum Ende von beispielsweise Projekten und in agilen Arbeitsweisen sind das Rückblicke, Reviews und Retrospektiven.

Der bekannte Deming-Kreis oder das im Agilen Manifest verankerte regelmäßige Inspect & Adapt sind Vorgehensweisen oder Prinzipien mindestens im agilen Arbeiten. Ein in Scrum dafür vorgesehenes Event ist die Retrospektive.

Die Oberste Direktive

Gerade diejenigen unter uns, die sich noch nicht so lange mit agilem Arbeiten oder Scrum Beschäftigen, werden den Autor Norman L. Kerth, seine Beiträge und sein Buch „Project Retrospectives: A Handbook for Team Reviews“ aus dem Jahr 2001 nicht kennen. Was die meisten von ihm aber kennen werden, das ist die Oberste Direktive, die häufig in Retrospektiven zu Beginn zitiert wird und die eine Grundhaltung auf den Punkt bringt, mit der mögliche Erkenntnisse in einem Termin wie der Retrospektive erarbeitet werden sollten.

Regardless of what we discover, we understand and truly believe that everyone did the best job they could, given what they knew at the time, their skills and abilities, the resources available, and the situation at hand.

Norman L. Kerth

Übersetzung
Ungeachtet dessen, was wir entdecken werden, müssen wir uns klar machen und davon überzeugt sein, dass jeder im Rahmen der in der jeweiligen Situation verfügbaren Mitteln, den bekannten Informationen und seinen Fähig- und Fertigkeiten sein Bestes gegeben hat.

Wahrscheinlich haben wir alle, die wir agil arbeiten oder es zukünftig vorhaben, über kurz oder lang mit den Erkenntnissen und Beiträgen von Norm Kerth, einem der Pioniere für die Arbeit mit und in Retrospektiven (und anderen Themen aus der Software-Teamentwicklung), zu tun haben.

Norm Kerth braucht Unterstützung

Bei einem Autounfall 1999 erlitt Norm Verletzungen an seinem Gehirn und hat seitdem körperliche und kognitive Beeinträchtigungen und wird wahrscheinlich nicht mehr richtig arbeiten können. Seit dem Unfall hat sich sein Zustand durch Rehabilitationsmaßnahmen und Medikamente deutlich verbessert. Trotzdem ist vor allem seine Ausdauer weiterhin eingeschränkt. Das führt dazu, dass er seit 1999 praktisch keine Einkünfte mehr aus seinem Beratungsgeschäft hat und mit den Zahlungen aus dem Sozialstaat auskommen muss.

Es gibt die Möglichkeit, über den „Norm Kerth Benefit Fund“ für ihn zu spenden. Diese Spenden erhöhen die Lebensqualität von Norm deutlich und helfen ihm, weiterhin die Therapien und Medikamente finanzieren zu können.

Mehr Informationen und die Möglichkeit zu Spenden gibt es auf dieser Website.

Vielen Dank an Jens Coldewey, über den ich durch einen Tweet auf die Situation von Norm aufmerksam wurde.

(Das Bild ist von Quinn Dombrowski – vielen Dank!)

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