Störung & System: Wir brauchen mehr Wertschätzung

Ein kurzer Dialog zwischen einem Chef alter Schule (nennen wir ihn Donald T.) und einem Systemtheoretiker (nennen wir ihn Niklas L.).

Donald T.:
„Everyone loves a big ‘Thank You’! I give the best appreciation in history, believe me, it’s huge!“

Niklas L.:
„Ein einfaches ‚Danke‘ ist oft nur rhetorisches Lametta, das die Sicht auf die eigentliche Arbeit verdeckt. Wahre Wertschätzung im System bedeutet nicht Lobhudelei, sondern dass die Expertise eines Mitarbeiters tatsächlich den Kurs des Unternehmens beeinflussen darf.“

Donald T.:
„No, you need the gold stars! People crave the stage, the spotlight, the glory of the winner!“

Niklas L.:
„Sie verwechseln Motivation mit Applaus, Herr Trump. Eine Organisation ist kein Zirkus, sondern ein Netzwerk aus Entscheidungen; man fühlt sich dort wertgeschätzt, wo man wirksam handeln kann, statt ständig um Erlaubnis fragen zu müssen.“

Donald T.:
„It’s about loyalty! I say ‘Great job’ and they follow me to the end, like magic!“

Niklas L.:
„Loyalität durch bloßes Schulterklopfen ist eine brüchige Währung, die bei der ersten echten Krise sofort an Wert verliert. Systemische Anerkennung zeigt sich vielmehr darin, dass Fehler als wertvolle Information genutzt werden, statt reflexhaft nach einem Sündenbock zu suchen.“

Donald T.:
„You are too cold! People have hearts! They need the love from the Top Guy!“

Niklas L.:
„Gefühle gehören ins Privatleben, in der Firma brauchen wir funktionale Resonanz. Es ist wie beim Fußball: Ein Spieler fühlt sich nicht durch das nette Wort des Trainers gewürdigt, sondern wenn er in der entscheidenden Spielphase den Ball bekommt.“

Donald T.:
„Sad! My way is the only way. Everybody says so, the best people!“

Niklas L.:
„Dass alle es sagen, macht es nicht funktionaler, sondern nur zu einer bequemen Gewohnheit. Wir sollten aufhören, Wertschätzung als Almosen zu ‚geben‘, und stattdessen Strukturen bauen, in denen Kompetenz ganz automatisch Gewicht bekommt.“

Fazit

Häufig wird Wertschätzung als eine Art psychologische „Wohlfühl-Prämie“ missverstanden, die von oben nach unten verteilt wird. Systemtheoretisch ist sie jedoch kein moralisches Gut, sondern die strukturelle Sicherstellung von Wirksamkeit. Ein System wertschätzt seine Mitglieder am effektivsten, indem es ihre Beiträge anschlussfähig macht und Entscheidungsmacht dorthin delegiert, wo das Wissen liegt.

(Den Dialog und die Bilder habe ich mit KI-Unterstützung erstellt.)

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Daniel Dubbel

Führungskraft @ DB Systel GmbH und Berater | Wenn Sie diese Fragen nicht nur verstehen, sondern in Ihrer Organisation konkret anpacken wollen, begleite ich Sie als Organisationsberater mit MAKEFUTUREWORK.com | 🤝 Neugierig? Dann lass uns sprechen.

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