Störung & System: Silos auflösen

Ein kurzer Dialog zwischen einem Chef alter Schule (nennen wir ihn Donald T.) und einem Systemtheoretiker (nennen wir ihn Niklas L.).

Donald T.:
„These silos are a total disaster, believe me, everyone is just doing their own thing!“

Niklas L.:
„Was Sie als „Silo“ bezeichnen, ist in Wahrheit die notwendige Spezialisierung, die Ihr Unternehmen überhaupt erst arbeitsfähig macht. Wenn jede Abteilung ihre eigene Fachsprache spricht, schützt sie sich damit vor einer Informationsflut, die sie sonst völlig lähmen würde.“

Donald T.:
„I want one big team, no walls, just winners working together for a great result!“

Niklas L.:
„Ein „Riesenteam“ ohne Grenzen wäre so effektiv wie ein Orchester, in dem jeder gleichzeitig jedes Instrument spielen will. Struktur braucht Abgrenzung, damit innerhalb der Abteilungen präzise und konzentriert gearbeitet werden kann, ohne dass ständig alles mit jedem abgestimmt werden muss.“

Donald T.:
„I will order them to collaborate, huge collaboration, the best in the world!“

Niklas L.:
„Zusammenarbeit lässt sich nicht einfach verordnen wie ein Dekret. Man muss die Kommunikationswege im System so gestalten, dass es für die Abteilungen einen echten Nutzen hat, Informationen zu teilen, statt sie als Machtmittel zu horten.“

Donald T.:
„If they don’t talk, they’re fired, it’s very simple, very fast!“

Niklas L.:
„Dann werden Ihre Mitarbeiter nur noch so tun, als ob sie kooperieren, um Sie ruhigzustellen. Die echten Probleme verschwinden dann in den informellen Untergrund, wo Sie als Chef überhaupt keinen Zugriff mehr darauf haben.“

Donald T.:
„We need a Silo-Killer Task Force immediately!“

Niklas L.:
„Noch eine zusätzliche Gruppe wird die Komplexität nur erhöhen, statt sie zu lösen. Sorgen Sie lieber für intelligente Nahtstellen und „Übersetzer“ zwischen den Welten, damit das System trotz seiner Verschiedenheit ein gemeinsames Ganzes bleibt.“

Fazit

Silos sind keine Fehler im System, sondern die unvermeidliche Folge von fachlicher Expertise und notwendiger Arbeitsteilung in komplexen Organisationen. Das typische Führungsmissverständnis besteht darin zu glauben, man könne diese Grenzen durch bloße Appelle oder Machtworte „einreißen“. Eine systemische Perspektive erkennt, dass Führung nicht die Unterschiede beseitigen muss, sondern die Anschlussfähigkeit der Kommunikation zwischen den Spezialisten sicherstellen sollte.

(Den Dialog und die Bilder habe ich mit KI-Unterstützung erstellt.)

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Daniel Dubbel

Führungskraft @ DB Systel GmbH und Berater | Wenn Sie diese Fragen nicht nur verstehen, sondern in Ihrer Organisation konkret anpacken wollen, begleite ich Sie als Organisationsberater mit MAKEFUTUREWORK.com | 🤝 Neugierig? Dann lass uns sprechen.

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