Effektive Teams: Was steckt dahinter?

Kein Team ist wie das andere und manche sind mehr, andere weniger effektiv. Es gibt ganz verschiedene Annahmen, was Teams effektiv macht. Früher ging man davon aus, dass die individuellen technischen oder fachlichen Fähigkeiten einzelner Mitarbeiter den Unterschied ausmachen – das erlernbare Wissen stand im Vordergrund. Jetzt hat Google in einem Zeitraum von zwei Jahren 180 Teams untersucht und ist zu einem überraschenden Ergebnis gekommen.

Die hohe Performance von Teams entstand demnach nicht durch die individuellen Fähigkeiten der Teammitglieder, sondern durch darüber hinaus gehende Team-Dynamiken. Die Auswertung der Untersuchung ergab, dass es weniger wichtig war, wer Teil des Teams war. Wichtig für die hohe Performance der Teams war die Interaktion der Mitglieder, die Organisation der Arbeit und wie jeder seinen Beitrag zum Gesamtergebnis gesehen hat.

Google hat bei ihren 180 Teams herausgefunden, welche Aspekte für eine hohe Performance gesorgt haben:

  • An erster Stelle stand dabei die psychologische Sicherheit. Die Teammitglieder fühlten sich sicher im Team und trauten sich Risiken einzugehen ohne Angst zu haben, von ihren Teammitgliedern verurteilt zu werden.
  • Die zweite Stelle belegte die Zuverlässigkeit. Die Teammitglieder erledigten ihre Aufgaben rechtzeitig und erfüllten die hohen an sie gestellten Erwartungen an Qualität.
  • Auch wichtig an Stelle drei war Struktur und Klarheit. Die Mitglieder im Team kannten ihre klaren Rollen, hatten Pläne und Ziele.
  • Auch wichtig für jeden einzelnen war es, dass die Arbeit eine Bedeutung für jeden einzelnen hat.
  • Außerdem hatten die Teammitglieder das Gefühl, dass ihre Arbeit Wirkung hat und Veränderung erzeugt.

Vor dem Hintergrund wird deutlich, wie sehr sich die Arbeit durch die Steigerung der Komplexität und die verstärkt erforderliche Zusammenarbeit in Teams ändert. Außerdem unterstreichen diese Erkenntnisse von einem der erfolgreichsten Unternehmen der Gegenwart die Wichtigkeit von Team-Dynamiken, die in Teams zwangsläufig entstehen. Diese Dynamiken durch einen Team-Verantwortlichen mit gewissem Abstand (zum Beispiel einen Agile Coach oder Scrum Master) beobachten, unterstützen und zum Positiven verändern zu lassen, wird immer wichtiger, um hochperformante Teams und damit eine gute Chance am Markt zu haben.

(Das verwendete Bild ist von Kitty Mao – vielen Dank!)

2 Comments

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  1. Vielen Dank für diese Zusammenfassung der Untersuchungsergebnisse. Es zeigt einmal mehr, dass ein System (was ein Team ja ist) immer mehr ist als die Summe seiner Einzelteile, im Sinne von 1+1=3.

    Spannend auch zu sehen, dass es eben Faktoren wie Sicherheit, Struktur und Verbindlichkeit sind, die Teams zu Höchstleistungen bringen. Faktoren, die zu großen Teilen durch die jeweilige Führungskraft beeinflusst werden können. Auch das „Warum?“ der Arbeit des Einzelnen wird hier ja nochmal in den letzten beiden Punkten betont.

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