Es gibt Begriffe, die klingen wie Wellness für die mehr oder weniger geschundene Managerseele. „Psychologische Sicherheit“ ist so einer. Kaum ein Buch zu Führung, ein Blog-Beitrag zu Agilität oder Organisationen und kaum ein Leadership-Training, in dem sie fehlt. Die wenigsten Führungskräfte wagen es, dieses heilige Konzept auf den Prüfstand zu stellen. Es klingt ja auch zu gut. Einesanfte Umarmung fürs Team, eine Garantie für Offenheit und Innovation. Schließlich ist es „wissenschaftlich bewiesen“, dass sich die Menschen mehr trauen, die sich sicher fühlen.
(mehr …)Evolution, Baby! (5 von 6)
Wer Organisationen wirklich verändern will, muss aufhören, sie verändern zu wollen. Klingt paradox? Ist es im klassischen Change-Verständnis auch. Organisationen sind keine Maschinen. Sie sind soziale Systeme. Und solche Systeme verändern sich nicht, weil jemand einen Plan schreibt dem dann alle wie Zahnrädchen folgen. Sondern weil sie nicht anders können.
(mehr …)Schönheit durch Störung: Organisationen brauchen Dissenz
Musik begleitet mich, seit ich denken kann. Sie war immer mehr als Radio, sie war Ausdruck, Reibung, Befreiung. Und vielleicht ist das ein Grund, warum mich auch Themen wie Organisationen, Führung und Zusammenarbeit so faszinieren. Weil sie wie Musik lebendig, widersprüchlich und voller Spannungen sind. In der Musik suchen wir nicht nur Harmonie, sondern Tiefe. In Organisationen ist es nicht anders. Hier teile ich ein paar Gedanken, warum wir in lebendigen Systemen nicht nur das Gleichgewicht brauchen, sondern auch den Bruch, das Schräge, das Unfertige, all das, was uns berührt.
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