Störung & System: Das gibt unser Budget nicht her

Ein kurzer Dialog zwischen einem Chef alter Schule (nennen wir ihn Donald T.) und einem Systemtheoretiker (nennen wir ihn Niklas L.).

Donald T.:
“We have a strictly fixed budget. No money for experiments. We need to save every cent to stay big!”

Niklas L.:
“Ein Budget ist in einer Organisation kein Tresor, der abgeschlossen ist, sondern eine Form der Kommunikation über Prioritäten. Wenn Sie sagen, das Geld sei nicht da, meinen Sie eigentlich, dass Sie die Fortführung des Alten für wertvoller halten als die Investition in das Neue.”

Donald T.:
“Wrong! It’s a numbers game. The sheet says ‘No’, so I say ‘No’. Very simple, very tough!”

Niklas L.:
“Das Budget dient Ihnen hier als sachliche Fassade, um sich vor einer echten Entscheidung zu drücken. Sie nutzen eine Zahl als Ausrede, um nicht darüber sprechen zu müssen, warum Sie Angst vor der Unsicherheit des Neuen haben.”

Donald T.:
“I’m a great businessman, the best! We follow the plan. No plan, no profit. Law and order for the money!”

Niklas L.:
Pläne sind nur Versuche, die Zukunft durch die Vergangenheit zu kontrollieren. In einem komplexen Umfeld ist die Weigerung, Budget für Anpassungen zu nutzen, oft der sicherste Weg, um morgen für das Falsche sehr viel Geld auszugeben.”

Donald T.:
“Budget is king. If I give more, they waste it. I keep the crown and the cash!”

Niklas L.:
“Wer die Ressourcen so eng führt, erstickt die Selbstregulation des Systems. Am Ende sparen Sie sich vielleicht zum Quartalsende reich, aber organisatorisch werden Sie handlungsunfähig, weil niemand mehr wagt, eine notwendige Irritation zu finanzieren.”

Fazit

Der Satz “Das gibt unser Budget nicht her” wird oft als objektives Sachzwang-Argument missbraucht, um notwendige Veränderungen im Keim zu ersticken. Systemtheoretisch betrachtet ist ein Budget aber so etwas wie eine flexible Zuweisung von Aufmerksamkeit. Die starre Fixierung darauf verhindert das organisationelle Lernen und die Anpassung an Komplexität. Wahre Führung erkennt, dass Ressourcen dorthin fließen müssen, wo die höchste Kompetenz für die Zukunft sitzt, statt sie lediglich zur Konservierung des Status quo zu verwalten.

(Den Dialog und die Bilder habe ich mit KI-Unterstützung erstellt.)

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Daniel Dubbel

Führungskraft @ DB Systel GmbH und Berater | Wenn Sie diese Fragen nicht nur verstehen, sondern in Ihrer Organisation konkret anpacken wollen, begleite ich Sie als Organisationsberater mit MAKEFUTUREWORK.com | 🤝 Neugierig? Dann lass uns sprechen.

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