Führung: worauf es ankommt

Götz Werner, Gründer, ehemaliger Geschäftsführer und jetzt Mitglied im Aufsichtsrat der DM Drogeriemarkt-Kette hat mit seiner sich unkonventionell an Dialog statt an Anweisung ausgerichteten und auf den Grundwerten Verständnis und Respekt basierenden Unternehmensführung ein erfolgreiches Unternehmen mit rund 2.900 Filialen in zwölf europäischen Ländern, knapp 50.000 Mitarbeitern und einem Umsatz von zuletzt 7,7 Milliarden Euro aufgebaut.

In seinem Interview „Jeder ist wichtig“ mit dem Spiegel hat DM-Gründer und erfolgreicher Unternehmer Götz Werner kurz skizziert, worauf es aus seiner Sicht in der Unternehmensführung ankommt. Es gehe im Wesentlichen um eine wertschätzende Unternehmenskultur mit einem hohen Maß an Eigenverantwortung und Eigeninitiative unter Anerkennung bestimmter Regeln.

Außerdem sei Transparenz erstes Gebot und Vertrauen in Mitarbeiter und Geschäftspartner sei für ihn eine wichtige Grundvoraussetzung. die sein Handeln bestimme. Er sei auch enttäuscht worden, davon dürfe man sich aber nicht entmutigen lassen.  Er geht soweit zu sagen, dass man auf Basis von „Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser“ weder eine Ehe, noch eine Firma gründen könne.

Für Götz Werner seien die Mitarbeiter das Kapital des Unternehmens. Der Kapitalismus sei für die Menschen da und nicht umgekehrt. Das bringt ihm offensichtlich Mitarbeiter ein, die eher wie Fans statt wie Angestellte wirken. In einem kurzen Bericht der ARD äußert sich eine Mitarbeiterin positiv und nennt als wesentliche Merkmale, wieso sie sich bei DM wohl fühlt:

  • Ich kann mich einbringen wie ich möchte
  • Ich habe hier meine Freiheiten
  • Ich kann meine Arbeit planen, wie es mir passt
  • Ich kann dadurch meine Freizeit besser gestalten

Gefühlte Freiheit für Mitarbeiter wie Kunden, flache Hierarchien, Bezahlung nach Tarif und viel Selbstverantwortung seien dem selbsternannten Menschenfreund Götz Werner wichtig. Arbeitszeit sei Lebenszeit und Unternehmen stünden damit in der Verantwortung dafür Sorge zu tragen, dass Mitarbeiter sagen, dass sich das Einbringen ihrer Lebenszeit gelohnt hat.

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