Ein Team beginnt bei einem selbst

Erfolgreiche Unternehmen entstehen nicht über Nacht, sie entstehen über Jahre durch hart arbeitende, entschlossene und leidenschaftliche Menschen, die sich ihrer Stärken und Schwächen bewusst sind und die an sich selbst arbeiten um dadurch für eine stetige Verbesserung des Unternehmens zu sorgen.

Im Englischen gibt es den Spruch „There is no I in Team“. Ein effizientes Team ist aber die gut funktionierende Summe aller Teammitglieder. Zwischen dem Erfolg eines Teams und dem Team selbst steht umgekehrt also die Summe der Schwächen der einzelnen Teammitglieder. Der erste Schritt hin zu einem effizienten Team ist also auch das Wissen um die eigenen Schwächen und die individuelle Bereitschaft, sich selbst kontinuierlich zu verbessern.

Das bedeutet auch, dass jeder selbst mit verantwortlich ist für den Erfolg eines Teams und mit der Arbeit an den eigenen Schwächen einen großen Beitrag zum Erfolg des Teams leisten kann und muss. Wichtig ist also: es gibt durchaus ein „Ich“ im Team – there is an „I“ in Team.

Piera Palazzolo hat in zwei Beiträgen die Ideen von Dale Carnegie aufgegriffen und zehn Eigenschaften formuliert, die man verbessern kann, um als gutes (und stetig besser werdendes)  Teammitglied einen wertvollen Beitrag für den Erfolg des eigenen Teams zu leisten.

  1. Sei fleißig
  2. Lass dich nicht runterziehen
  3. Begreife Hindernisse als Herausforderungen
  4. Bringe vollen Einsatz
  5. Halte deinen Arbeitsplatz sauber
  6. Priorisiere immer wieder
  7. Löse Probleme zeitnah
  8. Liebe deine Arbeit
  9. Undank ist der Welten Lohn
  10. Sei konzentriert

1. Sei fleißig

Es ist oft nicht einfach, die Initiative zu ergreifen. Je mehr Arbeit anliegt, umso mehr Aufwand ist es, Aufgaben zu verteilen. Auf „zugeschnittene“ Aufgaben zu warten, vergeudet wertvolle Zeit. Wenn du das Gefühl hast, die Arbeit überrollt dich, dann wird es den anderen Kollegen auch so gehen. Warte nicht, sondern pack es an, sei ein Macher und du wirst feststellen, dass auch die anderen zu Machern werden.

2. Lass dich nicht runterziehen

Wir alle kennen Situationen in denen es Menschen gelingt, uns in weniger als 30 Sekunden runterzuziehen und zu demotivieren. Um sicher zu gehen, dass man selbst nicht zu so jemandem wird muss man lernen, mit dem Unvermeidlichen umzugehen. Es ist utopisch zu glauben, dass alles immer klappt und gut geht. Es wird immer unangenehme oder unvorhergesehene Gründe und Situationen geben, mit denen man umgehen muss, seien es falsche Informationen, technische Probleme, Probleme mit Teammitgliedern, Stau auf der Autobahn oder sonstiges. Sich davon runterziehen zu lassen, wird die Probleme nicht lösen. Akzeptiere als gutes Teammitglied die Dinge, die du nicht beeinflussen kannst, arrangier dich damit und versuche positiv damit umzugehen.

3. Begreife Hindernisse als Herausforderungen

Das Leben ist kein Ponyhof und es wird immer Hindernisse geben, die es zu überwinden gilt. Aus Fehlern und an Herausforderungen zu lernen ist eine der wichtigsten Eigenschaften für den Erfolg. Nicht jede Lösung wird zum Ziel führen und selten läuft alles rund. Es sind die Hindernisse, die uns herausfordern und deren Überwindung und besser machen als Individuen und als ganze Teams. Begreife die Hindernisse auf deinem Weg als Herausforderungen, an denen du und mit dir dein Team wachst.

4. Bringe vollen Einsatz

Wenn ein Team nicht erfolgreich ist, dann führt das zu großem Stress und dem Gefühl zu versagen. Das zu vermeiden ist eine Aufgabe, die jeder persönlich verfolgen sollte. Sei stolz auf das was du machst, bringe immer vollen Einsatz und erwarte nicht, dass andere deine Arbeit machen.

5. Halte deinen Arbeitsplatz sauber

Ein sauberer Arbeitsplatz hilft dir, dich zu organisieren, vermindert Stress und macht es einfacher, sich zu sortieren. Auch wenn mögliche Kunden vorbei kommen, macht ein aufgeräumter Arbeitsplatz einen besseren Eindruck. Ein unaufgeräumter Arbeitsplatz hinterlässt keinen guten Eindruck und verlangsamt die Arbeit.

6. Priorisiere immer wieder

Teil eines Teams zu sein bedeutet auch, dass man in der Lage sein muss, die eigenen Aufgaben so zu priorisieren, dass sie in den Teamaufgaben aufgehen und die eigene Arbeit in der vorgesehenen Zeit erledigt werden kann. Dabei muss man auch immer wieder neu priorisieren und alte Pläne neu überdenken, um bei neuen Gegebenheiten das Team optimal voran zu bringen. Das Priorisieren und Ändern von Prioritäten wird verstanden, wenn man bereit ist die Änderungen zu erklären.

7. Löse Probleme zeitnah

Zögern und Aufschieben untergräbt effektive Teamarbeit und sorgt nur für größere Probleme. So stressig ein Problem oder eine Aufgabe auch erscheinen mag, wenn man nicht zeitnah nach einer Lösung sucht, werden diese Probleme in der Regel größer und stressiger. Deine Teammitglieder werden es dir danken, wenn du Probleme so schnell wie möglich löst, um die Effizienz des Teams nicht zu gefährden.

8. Liebe deine Arbeit

Mit “Arbeit” – gerade wenn damit die aktuellen Aufgaben verbunden werden – hat häufig einen negativen Beigeschmack, etwas, das „Arbeit“ ist, ist häufig eher eine Last. Die Arbeit, die man macht, kann und sollte man dennoch lieben und das auch nach außen tragen denn das wird die Arbeit beeinflussen. Eine positive Ausstrahlung und Begeisterung für die eigene Arbeit wird sich auch auf das Team übertragen.

9. Undank ist der Welten Lohn

In deinem Job bist du dafür angestellt, hart zu arbeiten und es wird von dir erwartet, gute Arbeit zu leisten. Gute Arbeit ist für viele eine Selbstverständlichkeit und wird nicht besonders beachtet, da kannst du noch so ein guter Mitarbeiter sein. Es wird immer etwas geben, wo du hohe Erwartungen hast, die nicht erfüllt werden und schnell macht sich Enttäuschung und das Gefühl von „Undank“ breit. Es wird nicht immer Leute geben, die dir sagen, dass du ein großartiger Mitarbeiter bist und die Erwartung solcher Komplimente kann zu Frustration führen und ist keine gute Grundlage für Arbeitsmotivation. Erwarte diesen Undank und nichts anderes und du wirst positiv überrascht, wenn es anders läuft. Denk dran, dass der Erfolg deines Teams auch durch deine gute Arbeit erst möglich wurde.

10. Sei konzentriert

Der Arbeitstag ist kurz und es gibt in der kurzen Zeit immer viel zu tun. Man hat also keine Zeit sich um weniger wichtige Themen zu kümmern. Sei konzentriert und suche dir jeden Tag aufs Neue die wichtigen Themen raus, die bearbeitet werden müssen. Der Arbeitstag ist zu kurz, um sich zu lange mit unwichtigen Themen aufzuhalten. Arbeite konzentriert und vermeide es, bei der Arbeit Zeit zu verschwenden. Was du tust, tu es aufmerksam und zu hundert Prozenz und versuche, nicht viele unwichtige Dinge mit halbem Augenmerk parallel zu machen.

Der Erfolg deines Unternehmens ist abhängig vom Erfolg deines Teams und das ist abhängig von deinem persönlichen Erfolg. Sich selbst kontinuierlich zu verbessern hat ein besseres Team und damit ein erfolgreicheres Unternehmen zur Folge. Be the „I“ in Team, hilf dir selbst und deinem Team zu Spitzenleistungen indem du die Verantwortung für deine eigene professionelle Arbeit übernimmst.

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